Scheidung ohne Verlierer

Scheidungs – Mediation :
 

Selbstbestimmte Regelung

der Trennungs- und Scheidungsfolgen

 

Für viele ist Trennung / Scheidung und die Regelung der Scheidungsfolgen mit der Vorstellung von einem Kampf um Gewinnen und Verlieren verbunden. Auch in  unserem Rechtssystem herrscht meist diese Einstellung vor. Im Unterschied dazu soll in der Scheidungs-Mediation keiner auf Kosten des anderen gewinnen oder verlieren. In einem Prozess des Miteinanderverhandelns entwickeln Sie mit Unterstützung des Mediators eigene Lösungen für die mit der Scheidung verbundenen Probleme und Konflikte.

Diese selbst erarbeiteten Lösungen sind für alle Beteiligten befriedigender, werden eher eingehalten und bauen künftigen Konflikten vor.

 

Mediation ist keine Eheberatung oder Paartherapie

 

Mediation ist kein Weg, die Probleme der Vergangenheit zu lösen oder Beziehungsprobleme aufzuarbeiten. Denn, „Was früher war“ soll durch die Trennung ja gerade beendet werden. In der Mediation wird also darüber gesprochen, wie die konkreten mit der Trennung und Scheidung verbundenen Probleme in der Gegenwart und Zukunft gelöst werden sollen. Mediation ist damit eine Chance, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren.

 

Mediation ist keine alternative juristische Beratung oder Vertretung

 

Als Mediator darf ich Sie nicht als Partei rechtlich beraten oder gar vertreten. Ich verhalte mich als Vermittler strikt neutral. Meine Rolle ist es, Sie dabei zu unter-stützen, mit Ihrem Partner direkt, fair und effektiv zu verhandeln. Sie können aber in jedem Stadium des Mediationsprozesses juristischen Rat einholen, damit Sie sich über Ihre Rechte im Klaren sind. Denn Sie sollen nicht aus Unkenntnis auf etwas Wesentliches verzichten. Das könnte Ihre Verhandlungsergebnisse später in Frage stellen. In der Mediation sind Sie also nicht Gegner, sondern Partner in der Entscheidung.

Mit den Ergebnissen müssen Sie beide einverstanden sein, da sonst keine langfristig zufrieden stellenden Vereinbarungen erzielt werden können.

Mediation ist freiwillig. Keiner wird Sie zu etwas zwingen. Sie entscheiden, wie Sie die Scheidungsfolgen mit Ihrem ehemaligen Partner regeln.

 

Zum Ablauf der Mediation

 

Nach Ihrer telefonischen Anmeldung treffen Sie sich gemeinsam zu einem ersten Gespräch mit dem Mediator. In diesem Gespräch erläutert der Mediator das allgemeine Vorgehen und klärt mit Ihnen gemeinsam, ob Mediation für Sie beide zu diesem Zeitpunkt das geeignete Verfahren ist.

Wenn Sie beide zugestimmt haben, sich auf dieses gemeinsame Verfahren ein-zulassen, haben Sie beide die Möglichkeit die Trennungs-/ Scheidungssituation

aus Ihrer Sicht zu schildern. Das Ziel ist dabei, gemeinsam festzulegen, welche Probleme Sie miteinander besprechen wollen.

 

 Dies könnte u.a. sein:

Ø      Einigung über den Ehegattenunterhalt  

Ø      Einigung über die Zugewinn- und Hausratsaufteilung

Ø      Einigung über den Kindesunterhalt

Ø      Regelung der elterlichen Sorge und der Umgangsregelung für die Kinder  

Ø      Aufenthalts-, Besuchs- und Urlaubsregelung

Ø      Feststellung  und Regelung der Schulden und Verbindlichkeiten

 

 

Die Sitzungen dauern in der Regel 1 Stunde;

die Anzahl der Sitzungen hängt vom Umfang und der Schwierigkeit Ihrer Regelung ab.

Erfahrungsgemäß gehe ich von 3 bis 8 Sitzungen aus.

Ich berechne je Sitzungsstunde € 60,00 zuzgl. MWSt

Jede Sitzung beginnt damit, dass Sie die Tagesordnung bestimmen, worüber Sie sprechen wollen. Ich helfe Ihnen, sich auf die Tagesordnung zu einigen und achte darauf, dass Sie diese einhalten. Im Verhandlungsverlauf werden die jeweiligen Lösungsvorschläge der Partner diskutiert.
Als Mediator werde ich dabei: bestimmte Fragetechniken anwenden, um das Verständnis zwischen Ihnen zu verbessern, versuchen, festgefahrene Fronten zu lockern, Vorschläge machen und Anregungen geben, wenn ich glaube, dass diese die Verhandlungen fördern, darauf achten, dass keine halbherzigen Vereinbarungen als Ergebnis akzeptiert  werden bzw. die Zustimmung erzwungen wird.

   

Wenn Sie eine Vereinbarung erreicht haben, wird diese in einer Einverständniserklärung am Ende der Gespräche zusammengefasst.

Diese können Sie dann von einem Anwalt in eine juristische Form bringen lassen, so dass sie als Grundlage für einen rechtsverbindlichen Vergleich in einem angestrebten gerichtlichen Scheidungsurteil dienen kann. Wenn Sie sich in bestimmten Fragen vorher einigen, können diese Teile aus dem Gerichts-

verfahren ausgeklammert werden und verursachen dann keine weiteren Kosten.

 

Wenn Sie Belange der Kinder verhandeln wollen
Durch die Trennung als Paar muss die Elternverantwortung für gemeinsame Kinder neu geregelt werden. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass Sie immer Eltern Ihrer Kinder bleiben werden, auch wenn Sie sich entschieden haben, nicht länger als Paar zusammenzuleben.

In strittigen Scheidungsverfahren werden Kinder häufig - wenn auch unbewußt – benutzt, um das Ergebnis der gerichtlichen Auseinandersetzung

zu beeinflussen. Kinder sind aber kein Besitz der Eltern, sondern haben eigene Bedürfnisse und ein Recht auf altersgemäße Mitsprache, wenn es um Dinge geht, die ihr Leben betreffen. Selbstredend sieht das für einen 5 Jährigen anders aus als für einen 15 Jährigen.

 

 

Wie wollen Sie in Zukunft die wichtigen Entscheidungen bezüglich der Kinder

treffen, bei wem wohnen die Kinder?

Das geltende Familienrecht sieht heute als Regelfall vor, dass auch nach einer Scheidung beide Eltern das Sorgerecht gemeinsam ausüben. Das erfordert weiterhin Austausch über die Entwicklung der Kinder, gemeinsame Entscheidungen. Hierzu sollten Sie vereinbaren, in welcher Form das geschehen soll.

 

Wann können die Kinder den Elternteil sehen, bei dem sie nicht wohnen?

Je nach Alter der Kinder, den Arbeitszeiten der Eltern kann hier eine individuell passende Regelung vereinbart werden, die flexibler als die gewöhnlich von den Gerichten angeordnete Besuchsregel: jedes zweite Wochenende von .... bis ..... Uhr die Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigt.

 

Wie wird der Kindesunterhalt festgesetzt?

Für die Zahlung des Kindesunterhalts können Sie von pauschalen Sätzen –wie sie die Düsseldorfer Tabelle vorgibt – oder vom konkreten Bedarf ausgehen.

 

Wenn Sie finanzielle Fragen verhandeln wollen

Bei der Verhandlung sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine Trennung fast immer mit finanziellen Einschränkungen verbunden ist, die sich auf den gesamten Lebensstil auswirken können.

 

Wenn Sie über die Hausratsaufteilung verhandeln wollen

Hierzu ist es wichtig, dass Sie eine Liste der zu verteilenden Gegenstände erstellen und deren Wert bestimmen. In der Mediation wird darüber verhandelt, wie Sie die Gegenstände so untereinander aufteilen können, dass keiner benachteiligt wird.

                                                                 

Wenn Sie den Zugewinn verhandeln wollen

Zugewinnausgleich heißt die Verteilung des in der Ehezeit erworbenen Vermögens. Der Grundgedanke ist, dass die Arbeitsleistung beider Ehepartner gleichwertig ist und dass das, was Sie in der Ehezeit erarbeitet, gespart haben, zwischen den sich trennenden Eheleuten aufgeteilt wird.

Sie sollten eine Liste Ihres Vermögens erstellen (z.B. Sparguthaben, Wertpapier, Lebensversicherungen, Haus etc.) In der Mediation verhandeln Sie dann, wie Sie dieses Vermögen oder auch Ihre Schulden untereinander aufteilen.

 

Wenn Sie Ehegattenunterhalt verhandeln wollen

Dafür müssen beide Ihre momentane finanzielle Situation darlegen und einen Haushaltsplan für die Zukunft erstellen, in dem Ihre notwendigen Ausgaben aufgeführt sind. Sie erhalten dazu von mir spezielle Formulare, die Ihnen diese Aufstellung erleichtern. Sie können dann in dem gemeinsamen Verhandlungsprozess entscheiden, wie viel Unterhalt Sie zahlen können bzw. wie viel Unterhalt Sie wie lange brauchen.

Häufig hat sich nur ein Partner um die Finanzen gekümmert, so dass der andere keinen Überblick über Zahlen und Fakten hat und es ihm schwer fällt, damit umzugehen. Für eine selbstbestimmte Regelung der Scheidungsfolgen ist es jedoch unbedingt notwendig, sich mit den finanziellen Dingen vertraut zu machen. Genauso unabdingbar ist es, alle Fakten und Zahlen auf den Tisch zu legen, um eine Vertrauensbasis für die gemeinsame Entscheidung zu schaffen.

 

„Scheidungskampf“  und „Trennungskrieg“
 

Endlose Machtkämpfe ziehen schlimmste Verwicklungen vor allem für die Kinder nach sich. Die einzige Chance zur Auflösung solcher Konflikte ist die, nicht nur Forderungen und Ansprüche an den anderen zu stellen, sondern die eigenen

Bedürfnisse, Wünsche und Ängste offen darzulegen, zuzuhören, was die Bedürfnisse, Wünsche und Ängste des anderen sind, einen Weg auszuarbeiten, der möglichst weitgehend den Bedürfnissen beider entspricht und gerecht ist.

 

Wenn Sie beide dazu bereit sind, lassen sich die meisten Probleme auf diesem Weg lösen, in einer Weise, die für beide befriedigend ist.

 

Wie Sie sich auf die Scheidungs-Mediation vorbereiten können
 

Stellen Sie Fragen und Punkte zusammen,  die  Sie in den Sitzungen besprechen wollen, ordnen Sie diese Punkte nach Wichtigkeit. Überlegen Sie sich zu jedem Punkt, wie Ihre Vorstellungen und Wünsche aussehen und welche Gründe Sie für Ihre Ansprüche haben.

Lassen Sie sich über Ihre Rechte informieren –gegebenenfalls unter Einschaltung eines Rechtsanwaltes- und darüber, was Ihnen nach dem Gesetz in etwa zustehen würde. Achten Sie dabei auch auf die vorhandenen Sachzwänge. Sie können z.B. nicht mehr Geld verteilen als im Ganzen vorhanden ist. Bedenken Sie auch die Bedürfnisse Ihres ehemaligen Partners:  Wie wird er/sie auf Ihre Vorschläge reagieren? Welche Schwierigkeiten wird er/sie voraussichtlich bei Ihren Vorschlägen sehen? Welche Gründe wird er/sie wohl haben, um die eigenen Ansprüche zu stützen? Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Manchmal ist es günstig, eine Problemlösung in kleinen Schritten anzugehen.